Wirtschaftliche Situation und Sponsorenakquise

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da Silva
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Wirtschaftliche Situation und Sponsorenakquise

Beitrag von da Silva »

Sehr geehrter Herr Born,

bei Amtsantritt am 16.10.2009, haben Sie erklärt, dass Sie die Schwerpunkte Ihrer Arbeit zunächst darauf legen wollen, die wirtschaftliche Situation schnellstmöglich positiv zu gestalten, um damit eine wichtige Basis für den sportlichen Erfolg zu schaffen.

Wie beurteilen Sie selbst die aktuelle wirtschaftliche Situation der FC Carl Zeiss Jena Spielbetriebs GmbH, nachdem Sie ca. 5 Monate das Amt des Geschäftsführers bekleiden? Welche Schwierigkeiten sind Ihnen in Ihrer täglichen Arbeit begegnet bzw. wo gab es Probleme, die Sie bei Antritt des Amtes so vielleicht nicht erwartet hätten?

Laut OTZ sollen im Sponsorenbereich in der neuen Saison 2010/2011 2,6 Millionen Euro eingeworben werden. Nachdem diese Größenordnung fast an Zweitligazeiten heranreicht, würde mich interessieren, wie weit die Akquise auch überregionaler Sponsoren fortgeschritten ist und ob die Aussicht besteht, dass durch Ihre guten Kontakte zu Netzwerken überregionaler Sponsoren entsprechende Unternehmen zukünftig als Sponsor des FCC auftreten könnten.

Nach dem Bericht der OTZ übersteigen die geplanten Ausgaben die prognostizierten Einnahmen in Höhe von insgesamt 4,6 Millionen Euro. Welche Maßnahmen werden ergriffen, um nicht mit einem geplanten Defizit in die neue Saison gehen zu müssen? Spielen insoweit auch Überlegungen eine Rolle, sportliche Leistungsträger, die evtl. über zu gut dotierte Verträge verfügen, zur Entlastung des Etats zu verkaufen?

Vielen Dank im Voraus für die Beantwortung meiner Fragen!

bgw Grüße :FCC:

da Silva
Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren.
Michael Born
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Re: Wirtschaftliche Situation und Sponsorenakquise

Beitrag von Michael Born »

Wie ich schon schrieb, ist die finanzielle Situation auf Grund der Hypothek der Vergangenheit auch in der kommenden Saison angespannt. Wir müssen weitere Aufgaben bewältigen. Dass ich mich zu von den Medien kolportierten Mutmaßungen nicht äußere, dafür hat jeder sicher Verständnis hier. Denkt an den "positiven Imagetransfer"..... ;-)

Die Dimension der wirtschaftlichen Probleme und der damit verbundene nötige Kraftakt habe ich natürlich erst in der täglichen Arbeit wirklich erkennen können. Es war eine nicht leichte Anfangszeit - aber eine erfolgreiche, wenn ich an die gemeinsam (und damit meine ich auch die Fans) bewältigte Herausforderung der Nachlizenzierung bis zum 15.01. denke.

Zur Zukunft so viel: Wir müssen Einnahmen und Ausgaben in Einklang bringen. Da sind erste Schritte erfolgreich gegangen worden. Aber wir sind noch lange nicht am Ziel, da viele Ausgaben für die kommende Spielzeit in der Vergangenheit vertraglich fixiert worden sind, bei denen die Einnahmesituation des Vereins nur ungenügend berücksichtigt wurde. Gleichwohl sind Verträge einzuhalten und deren Anpassung nur im gegenseitigen Einvernehmen möglich. Dies sind zum Teil sehr schwierige Verhandlungen, bei denen man nicht immer als Sieger den Platz verlässt. Aus diesem Grund wäre es mehr als populistisch, wenn man Spielerverkäufe grundsätzlich ausschließen würde. Aber wie schon in der Nachlizenzierung ist dies nicht unsere erste Option, um den Verein wirtschaftlich zu konsolidieren.
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