Reaktion des FCC auf DFB-Antwort

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Pressesprecher
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Reaktion des FCC auf DFB-Antwort

Beitrag von Pressesprecher »

Nach dem gestrigen Offenen Brief des FCC, der einen Lösungsvorschlag zur Bewältigung der Drittliga-Krise beinhaltete, und der darauf folgenden positiven Reaktion aus Frankfurt, kommt der FC Carl Zeiss Jena der Aufforderung des DFB nach, sich zu etwaigen Haftungsfragen bei einem Ligaabbruch zu äußern.

Sehr geehrte Damen und Herren,

zunächst möchten wir uns für die prompte und im Tenor positive Reaktion auf unsere ersten Vorschläge für die Zukunft der 3. Liga bedanken. In dieser sprachen Sie Haftungsfragen und den Rahmenterminplan als Punkte an, in denen Sie weitere Erläuterungen wünschen.

Die Haftungsfrage stellt sich aus unserer Sicht nicht, da die Saison aufgrund der behördlichen Verfügungslagen nicht bis zum ursprünglich vorgesehenen Termin zu Ende gespielt werden kann und sich bei einer Fortsetzung über den 30. Juni 2020 hinaus gerade erst recht Haftungsfragen ergeben. Auch wenn es bislang vertraglich nicht im Zulassungsvertrag geregelt ist, muss eine Pandemie als Höhere Gewalt eingestuft werden.

Mit unserem Vorschlag werden Haftungsfragen von Clubs im umfangreichsten Weg ausgeschlossen. Vereine auf den Aufstiegsplätzen in der 3. Liga und Regionalliga wird ihr bis dato erspieltes Aufstiegsrecht gewährt. Für die Vereine auf den Abstiegsplätzen der 3. Liga wird der bis dato noch nicht verdiente Abstiegszwang nicht realisiert. Keinem der Vereine entsteht mithin ein Schaden. Dabei sehen natürlich auch wir, dass die beschriebene Regelung für die sechs aufstiegsberechtigten Vereine der Plätze 4 bis 10 eine besondere Härte darstellt. Allerdings können aus unserer Sicht diese Vereine keine Haftung geltend machen, da es bisher an nachweisbarem Schaden fehlt.

Im Ergebnis bleibt somit festzuhalten, dass der unterbreitete Vorschlag der einzige ohne Haftungsrisiken für den DFB ist.

Uns fehlen die tieferen Einblicke in die Ausgestaltung der Verträge mit den TV-Anbietern und den Premiumsponsoren der 3. Liga. Wir gehen aber davon aus, dass der DFB in vorsorglicher Art und Weise Regelungen für den Fall einer Pandemie oder eines aufgrund der behördlichen Verfügungen nötigen Abbruchs getroffen hat.

Gleichwohl schlagen wir wie bereits geschrieben vor, proaktiv eine partnerschaftliche Lösung mit den TV-Anbietern und Premiumsponsoren anzustreben. Eine Aufstockung der Liga bringt für die Fernsehanbieter die Möglichkeit, ihre Absatzmärkte auszubauen. Gleiches gilt für die Premiumsponsoren. Überdies kompensiert die höhere Zahl von Spielen in der neuen Saison die Zahl der nun ausfallenden Begegnungen (172 Spiele mehr, 110 müssen diese Spielzeit ausfallen). Aufgrund der guten Beziehungen des DFB zu den Partnern sollte es gelingen, diese deutlichen Vorteile im neuen Spieljahr bei ihnen zu hinterlegen. Zumal die beiden im DAX gelisteten Unternehmen (Telekom und Adidas) in besonderer Weise als Vorreiter für ihre gesellschaftliche Verantwortung agieren, wird sich in dieser einmaligen gesellschaftlichen Lage eine einvernehmliche Lösung finden.

Der aktuell hinterlegte Rahmenspielplan wird in vielen Ligen nicht zu halten sein. Die 3. Liga ist abhängig von den Terminentscheidungen in anderen Wettbewerben, so dass sich zum heutigen Zeitpunkt noch kein Vorschlag unterbreiten lässt. Bei einem unterstellten Start im September braucht es 14 zusätzliche Spieltermine, von denen vier bis fünf im Januar stattfinden können. Heißt: In den verbleibenden acht Monaten sind im Maximum zehn zusätzliche Spieltermine notwendig, also überwiegend eine zusätzliche englische Woche pro Monat. Die Belastung von elf Spielen in fünf Wochen wird dabei nicht erreicht.

Daneben könnte man prüfen, ob durch die verschiedenen Landesverbände einmalig in der kommenden Saison den Drittligisten für die ersten zwei bis drei Landespokalrunden ein Freilos eingeräumt werden könnte. Auch ein Start Mitte/Ende August könnte die Terminlast für die restliche Saison um weitere zwei Spiele reduzieren.

Nochmals vielen Dank für Ihr Wohlwollen. Für weitere Fragen stehen wir gern zur Verfügung und freuen uns auf konstruktive Vorschläge, um diese einmalige gesellschaftliche Lage gemeinsam und solidarisch zu meistern. Nachdem der Diskurs angeschoben und für die Öffentlichkeit transparent und nachvollziehbar in Gang gebracht wurde, möchten wir auf diesem Wege nochmals unsere Bereitschaft signalisieren, für die Sach- und Detailarbeit jederzeit gern auch außerhalb Offener Briefe und Presseerklärungen zur Verfügung zu stehen.

Mit sportlichen Grüßen

FC Carl Zeiss Jena

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